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Wie und wann benutze ich einen Messenger?
 
 

  Der Messenger ist eine Kommunikationssoftware, die eine 1 zu 1-Kommunikation ermöglicht und  in erster Linie auf Text basiert. Schneller, persönlicher und direkter als E-Mail kann man hierüber Kontakte pflegen.
     
 
 
Mehrere Portale bieten eine solche Messenger-Software an, die in der Regel auch Audio- und Videokonferenzen ermöglicht oder den Austausch beziehungsweise die gemeinsame Bearbeitung von Dateien zulässt. In einer Kontaktliste sind alle Freunde gespeichert und sobald jemand von der Liste online ist, wird dies angezeigt. Die Messenger-Systeme sind in der Regel nicht kompatibel untereinander. Erst mit Multi-Messengern, die mehrere Dienste gleichzeitig ansteuern können, ist es möglich, alle Kontakte in einer Software zu verwalten. Diese stellen wir euch am Ende der Liste mit den wichtigsten Messengersystemen vor: 

http://www.messenger.msn.de

Hierbei handelt es sich um den bekanntesten Messenger, da er auf vielen Windows-Betriebssystemen vorinstalliert ist. Er bietet alle genannten Features von Textchat bis Filesharing. Besonders beliebt ist die umfangreiche Palette bunter Emoticons. Herzchen, Kuchenstücke, und Kussmünder werden ausgiebig zwischen den Chatpartnern ausgetauscht. Mit einer exakten Steuerung, wie zum Beispiel ob man ungestört bleiben will oder bereit für den Kontakt ist und vielen weiteren Infokanälen, die man nebenher laufen lassen kann, bleiben kaum Wünsche offen. Allerdings ist der MSN Messenger für spontane Kontaktaufnahmen nicht mehr ausgerichtet. 2003 hat Microsoft die Messenger-Chaträume, bei denen es auch schwule Kanäle gab, aus Jugendschutzgründen geschlossen. Es bleibt nur noch der Umweg, zum Beispiel über sein Profil bei gaydar bekannt zu geben, dass man mit seiner E-Mail-Adresse, mit der man sich bei diesem Dienst anmeldet, auch über MSN erreichbar ist. Weiterer Nachteil: Audio- und Videochats sind häufig gestört oder gar unmöglich aufzubauen, wenn zwischen dem Rechner und dem Internet ein Netzwerk und ein Router hängen. Im Router müssten sehr viele so genannte Ports freigegeben werden, um diese Art der Kommunikation zu ermöglichen. Das unterminiert aber den Schutz vor Schädlingen aus dem Internet, den man ja eigentlich mit dem Router haben wollte. Wer sich dagegen direkt ins Netz einwählt, dürfte auf keine Probleme stoßen. Verfügbar ist auch eine Version für den Pocket PC. 

http://de.messenger.yahoo.com

Vom Aussehen und der Funktionalität steht der Yahoo-Messenger dem von MSN in nichts nach. Bunte Emoticons erhöhen den Fun-Faktor, zudem ist die Software direkt mit deinem kostenlosen Yahoo-Postfach gekoppelt, das du zuvor anlegen musst. Es gibt zwei große Vorteile zu MSN: Hier gibt es noch schwule Chaträume, in die man sich einloggen kann, hier wird allerdings Englisch gesprochen. Und die Video- und Audiochatfunktionen sind besser umgesetzt als beim Messenger. Sie funktionieren auch, wenn Router dazwischen geschaltet sind. Damit eignet sich der Yahoo-Messenger gut für weltweite Gespräche in Text, Wort und Bild. Es gibt Versionen für Windows, Linux, Mac, als Java-Webversion und als WAP-Version für das Handy.

http://www.aol.de/index.jsp?sg=AIM

Die exakte Bezeichnung lautet „AOL Instant Messenger (AIM)“. Der Textchat wird hier Telegramm genannt, die Freundesliste nennt sich Buddy-List. Alles klingt ein wenig anders, ist aber im Prinzip dasselbe wie bei MSN und Yahoo. Den AIM kann man nutzen, ohne zuvor die AOL-Startsoftware geladen zu haben, Noch nicht einmal ein kostenpflichtiger AOL-Account ist notwenig. Man kann sich stattdessen einen „Webnamen“ anlegen. Text- und Sprachchats sind möglich, Videochats nicht. Über den Link AIM Today gelangt man auch in die AOL-Chaträume und kann dort mit anderen Schwulen plaudern oder Dateien austauschen. Der AOL-Messenger ist vor allem in den USA beliebt, in Deutschland ist seine Popularität aber begrenzt. Versionen für Windows, Pocket PC und Macintosh stehen zum Download bereit. 

http://service.t-online.de

Der TOM ist eine Entwicklung des deutschen Internet-Providers T-Online. Ein kostenpflichtiger T-Online-Zugang ist aber nicht notwenig, um das Programm nutzen zu können. Man muss sich nur einmal registrieren lassen und einen Nicknamen angeben. Text, Audio- und Videochat sind möglich, Filetausch ebenfalls. Größter Vorteil von TOM: Er versteht sich mit mehreren Messengerdiensten, und kann deshalb Freunde bei ICQ, MSN oder Yahoo anzeigen. Es gibt eine enge Koppelung zu den T-Onlinediensten wie E-Mail und SMS-Versand. Dafür muss man aber T-Online-Kunde sein. Wer User aus mehreren Welten kennt, für den ist dies eine gute Alternative. Sofern man einen Windows-Rechner besitzt. Nur dafür wird eine Version angeboten. Für die Videofunktion wird zudem noch Microsoft NetMeeting benötigt. 

http://www.icq.com

Noch bevor die großen Unternehmen wie AOL oder Microsoft auf die Idee kamen, eigene Messenger auf den Markt zu bringen, gab es bereits ICQ als Messengersystem mit einer großen weltweiten Community. In der aktuellen Version versucht man den Vorsprung, den MSN und Co. inzwischen erlangt haben, mit mehr Funktionalitäten wett zu machen. Deswegen kann man jetzt nicht nur die üblichen Kommunikationswege Text, Audio und Video nutzen. Es gibt zudem einen SMS-Dienst, die Push-to-Talk-Funktion, mit der man wie bei einem Walkie-Talkie direkt Sprachnachrichten übermitteln kann. Und selbst Internet-Telefonie ist inzwischen eingebaut. Jeder ICQ-User erhält bei Anmeldung eine eindeutige Nutzernummer, die er in seinem Profil angeben kann. So ist man direkt erreichbar. Es gibt Versionen für Windows, Linux, Pocket PC, Mac, und als webbasierte Oberfläche. Es gibt Gay-Chaträume, wo man spontan andere ICQ-User kennen lernen kann und sogar eine Datingfunktion, wo dir andere User angezeigt werden, die deinen Suchkriterien entsprechen. 

http://www.mirc.com

IRC steht für Internet Relay Chat. Es ist ein Mehrbenutzer-Kommunikationssystem, auf dem sich Leute auf „Kanälen“ in Gruppen oder individuell unterhalten können. Der IRC ist eine Anwendung des Internet, die über IRC-Server abgewickelt wird. Noch bevor es Messenger in der heutigen Form gab, wurde IRC gerne vielfach genutzt. Allerdings war der Zugang nicht immer ganz einfach – Programme wie mIRC versuchen den Einstieg für Anfänger so einfach wie möglich zu machen. Weltweit gibt es weiterhin zahlreiche IRC-Server, vor allem an Universitäten, von denen man sich eine Channel-Liste lädt, über die man sich in schwule Kanäle switchen kann. Zum Smalltalk, zum Datenaustausch oder auch zum Date. Wegen der recht hohen Hürden und der einfacher handhabbaren Alternativen wird IRC zusehends an Bedeutung verlieren. 

http://www.trillian-messenger.de

Trillian schluckt einfach alles: ICQ, Yahoo Messenger, AIM, MSN Messenger, und IRC. Trillian gehört mittlerweile weltweit zu den beliebtesten Internet-Messenger-Tools. Es ist kostenlos und werbefrei. Allerdings ist damit nicht alles möglich. Zum Beispiel funktioniert eine Videokonferenz mit einem Yahoo-Mitglied nur mit der Pro-Version Die ist mit weiteren Zusatz-Funktionen ist für 25 US-Dollar erhältlich. Wer es sicher mag: Über Trillian können Nachrichten sogar verschlüsselt übertragen werden. Bei allen anderen Messengern ist es theoretisch möglich, dass der Chat von den Betreibern mitgelesen wird.

 



 
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