Besser sichtbar sein durch den Online-Modus Es ist tatsächlich so: Je länger du mit deinem Profil im System online bist, desto besser und öfter wirst du gefunden. Viele User picken sich über die Suche Leute raus, die wie sie gerade angemeldet sind. Gerade in Ballungsräumen ist diese Art der Suche auch geradezu notwendig. Ließe man sich bei gayromeo oder gayroyal alle Kölner oder Berliner anzeigen, die überhaupt ein Profil besitzen, bräuchte man Tage, um sich alle Treffer anzusehen. Im Grunde simulieren die Portal-Besucher eine typische Kneipensituation. Man schaut sich all die an, die mit dir ebenfalls gerade in der Bar sind. Mit dieser Zufalls-Auswahl gibt man sich zufrieden, und klingelt jetzt nicht im dunklen Nachbarshaus, um zu schauen, ob dort ebenfalls Schwule wohnen. Online zu sein, lohnt sich also, und geht auch nicht ins Geld, solltest du eine Flatrate besitzen.
Fakegefahr gebannt durch Verlinkung Ist der Mensch in diesem Profil wirklich der, für den er sich ausgibt? Vielleicht misstraut man auch deinen Angaben, denn deine Bilder wirken einfach zu professionell, deine Maße sind zu traumhaft, und überhaupt ist dein Profil brandneu. Gegen das Fakeunwesen kann man sich wappnen, indem man sich bekannt macht. gayromeo hat dies zu einem wesentlichen Prinzip seines Portals gemacht. Jeder kann einen Link zu einem anderen setzen und den wiederum bitten, ebenfalls einen Link zu erzeugen. Man kann angeben, ob der User persönlich bekannt ist. Je mehr Links und Bestätigungen persönlicher Art vorhanden sind, desto glaubwürdiger bist du für andere. Bei anderen Portalen kann man sich einen „Namen machen“, indem man zum Beispiel seine Freunde bittet, das Gästebuch zu füllen. Oder das Profil seines Beziehungs-Partners mit angibt.
Aufmacher-Foto öfter wechseln Abwechslung tut gut. Wessen Profil oft und lange online ist, wird von Leuten, die ebenfalls häufig unterwegs sind, bald nicht mehr wahrgenommen und optisch ausgeblendet. Man hat das Gesicht ja schon mal gesehen. Tauscht man das Bild öfter mal aus, erregt man wieder neues Interesse. Und sorgt vielleicht sogar für Neugier bei Leuten, die deine vorherige Ansicht kalt ließ. Uns berichteten User von verblüffendem Zuspruch, nachdem sie sogar ihr Image verändert haben. Schlips statt T-Shirt, drei Millimeter-Haarschnitt statt Langhaar, so eine „Neugestaltung“ spricht dann plötzlich andere Interessenten an.
Nachrichten speichern nicht vergessen Na ja, dieser Tipp klingt ein wenig nach Muttis überflüssigem Hinweis, nicht zu vergessen, den Herd abzustellen. Dennoch haben sich manche schon die Haare gerauft, die tagelang flott und herzerfrischend mit einem netten Mann Nachrichten samt Telefonnummern und E-Mail-Adressen ausgetauscht haben, und dann plötzlich feststellen, dass ihr Nachrichtenfach nur eine Halbwertszeit von einem Tag (bei gaydar im kostenlosen Modus), von einer Woche (bei gayromeo im Basisangebot) oder zwei Monaten (bei gayroyal) hat. Danach werden sie gelöscht, um Platz auf den Servern zu schaffen. Also, wichtige Infos sofort im Postfachspeicher sichern.
Beziehungsstatus wechseln Wer „verpartnert“ oder in einer „Beziehung“ lebend online geht, hat schlechtere Karten, einen Kerl für ein Sexdate abzubekommen. Ganz unabhängig davon, ob du in einer offenen Beziehung lebst oder nicht. Der Partnerstatus wird respektiert, oder es wird schlicht möglichem Ärger aus dem Weg gegangen. Dates mit einem Single sind mitunter einfacher zu verabreden, weil keine Rücksicht auf einen Partner genommen werden muss. Je nach den Möglichkeiten des Datingportals sollte man also überlegen, welchen Status man angibt. Fortschrittliche Systeme bieten auch den Status „Offene Beziehung“ an, was das ehrlichste ist. Wer trotz Beziehung in seinem Profil „Single“ angibt, sollte aber sicherheitshalber vorab seinen Partner informieren, damit der das nicht missversteht.